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90 Jahre ref. Kirchenchor Möhlin

April 2017

Bild_87 Jubiläumsfoto ref. ...90 Jahre Kirchenchorgeschichte

Es gab keinen ausdrücklichen Gründungsakt des Vereins. Das erste Protokoll datiert vom 28. April 1927. Der Verein zählte damals 30 Mitglieder, die ref. Kirchgemeinde Möhlin zählte zu dieser Zeit etwa 300 Mitglieder. Die erste Mitwirkung an einem Gottesdienst fand an  Karfreitag 1927 statt. Zu bemerken ist an dieser Stelle, dass der reformierte Kirchenchor Möhlin vor dem Bau der ref. Kirche 1948  und noch vor der Gründung der eigenständigen ref. Kirchgemeinde Möhlin (1964) gegründet wurde. Die ersten Chordirigenten waren jeweils Lehrer an den Schulen von Möhlin. Die Teilnahme an Kreiskirchentagen sowie das Singen in allen Feiertagsgottesdiensten waren wichtig, ebenso wie regelmässige Theateraufführungen bis 1955. Der Chor wirkte aktiv durch finanzielle Unterstützung am Kirchenbau mit.

Ökumenische Verbundenheit

Präsidentin A. Giger blickte an der Versammlung aber auch  auf das vergangene Chorjahr zurück. Besonders zentral war die Einstudierung der Brückenmesse, eine Komposition des Dirigenten der Musikgesellschaft Möhlin,  M. Tannenholz. Gemeinsam mit 4 weiteren Chören, u.a. dem römisch-katholischen Kirchenchor Möhlin,  und der Musikgesellschaft Möhlin erlebten die Zuhörer – und auch die Aufführenden-  am 1. Adventswochenende 2016 zwei unvergessliche Konzerte in der 2x voll besetzten römisch-katholischen Kirche.

Konstante Mitgliederzahlen

Seit Jahren bestehen im Chor relativ konstante Mitgliederzahlen. Leider sind über die Jahre nur wenige Neuzugänge zu verzeichnen, jedoch ein paar Rücktritte aus Altersgründen oder in Folge Wegzug aus Möhlin. Gerne wünscht sich die Präsidentin Zuwachs, ist sich aber bewusst, dass es in der heutigen Zeit zunehmend schwieriger wird, Interessierte für einen konstanten Einsatz in einem Verein zu gewinnen. Kurzfristige Teilnahme an Projekten sind heutzutage eher gefragt. Sie freut sich natürlich jederzeit über Interessierte, die einmal eine Probe „schnuppern“ möchten.

Trotz dieser Tatsache gibt es immer noch langjährige Mitglieder. So konnten in diesem Jahr Regula Gysel für 20 Jahre und Gregory Kent für 10 Jahre aktive Mitgliedschaft geehrt werden.

Nun freut sich der Chor auf kommende Projekte, u.a. auf die nochmalige Aufführung der Brückenmesse in kleiner Fassung für Orgel, Bläser und Chor in den Gottesdiensten von Karfreitag in der reformierten Kirche und an Ostern in der röm. kath. Kirche – auch dieses Mal in Zusammenarbeit mit dem röm. kath. Kirchenchor und Musikern der Musikgesellschaft Möhlin.

Am grossen Reformationsfest vom 5. November ist die eigens für dieses Jubiläum komponierte Reformationsliturgie zu hören.

 

 

Zeitzeugen der Reformation

März 2017

Wie hat der reformierte Glaube das Leben geprägt in einem Umfeld, in dem diese Konfession noch nicht verbreitet war? Als erstes wurde das Leben von Wibrandis Rosenblatt durch Pfrn. Christiane Bitterli vorgestellt. Geboren in Säckingen, lebte sie in Basel und Strassburg als evangelische Pfarrfrau der Reformatoren Oekolampad, Capito und Bucer. Das Pfarrhaus war zugleich Gästehaus und Herberge für zahlreiche Theologen und Studenten, aber auch für Notleidende und Flüchtlinge. Sie alle wie die eigene grosse Familie zu versorgen war eine grosse Herausforderung, zusammen mit der Belastung, was die Zukunft bringen mag. Erschöpfung und die Pest haben sie in kurzer Zeit mehrmalig zur Witwe gemacht, und dennoch hat sie ungebrochen, mutig und selbstbewusst das Leben in ihrer neuen Funktion gestaltet.

Als heutige Zeitzeugen berichtete das Ehepaar Gisin vom Lohnberg, wie früher Berner reformierte Bauern die verwaisten Höfe auf den Höhen des katholischen und christkatholischen Wegenstettertals besiedelt haben. Allmählich haben sie sich zu einem genossenschaftlich organisierten Verband zusammengeschlossen, bis sie nun eine eigenständige reformierte Kirchgemeinde mit eigenem Zentrum bilden konnten. Ebenso wuchs durch die Jahrzehnte die freundschaftliche Verbundenheit zu den beiden anderen Konfessionen. Die heutige gelebte Ökumene will man nicht mehr missen. Sehr lebendig erzählte Hans Gisin so manche Anekdote aus früherer Zeit.

Bei regen Austausch bei Kaffee und Kuchen klang der interessante Abend aus.

 

Weltgruppe Möhlin mit abgeschlossenen und neuen Projekten

Februar 2017

Nach etlichen Jahren des wöchentlichen Verkaufs von Produkten des fairen Handels – jeweils am Donnerstag im Pfarreizentrum Schallen – wurde nun der Verkauf dieser Produkte dem Dorfladen Bio Fricktal an der Riburgerstrasse 41 übergeben, die damit ausser am Montag an jedem Werktag gekauft werden können.

Die beiden Betreuerinnen des Fairmobil-Standes, Roselyne Renevey und Susanne Kehl, erhielten einen grossen Dank und Applaus für ihr jahrelanges Engagement.

Ebenso wurde das Projekt Mittagstisch „Santa Teresita“ in Perú abgeschlossen nach 25 Jahren. Erfreulicherweise waren auch die beiden Projekt-Verantwortlichen, Delia Schaffner und Cécile Wittensöldner da, die während vielen Jahren zusammen mit Susanne Kehl von der Weltgruppe dieses Projekt betreut hatten. anwesend. Auch diese drei Frauen erhielten einen grossen Dank und Applaus für ihr jahrelanges Engagement.

Nebst den weitergeführten Projekten in Lesotho, Ecuador, Somalia, Kenia, Tschad, in der Ukraine und in der Schweiz wurden zwei neue Projekte aufgenommen: Eines in Ungarn, und zwar für die Kochschule und einen Pflanzgarten in Sály im strukturschwachen  Norden Ungarns, wovon vor allem Roma-Kinder und -Famlien davon profitieren. -Das andere betrifft ein Internat in der Mongolei, genau in der Stadt Chowd im Westen des Landes https://de.wikipedia.org/wiki/Chowd_(Stadt). Bei beiden Projekten bestehen persönliche Beziehungen dazu, d.h. von Weltgruppen-Mitgliedern oder Angehörigen von Weltgruppen-Mitgliedern.

Im Anschluss an die GV wurde allen ein feiner slowakisch-ungarisch-schweizerischer Apéro offeriert, und es gab viele gute Gespräche.

Der nächste Anlass der Weltgruppe Möhlin ist der ökumenische Weltgottesdienst am Sonntag, 19. Februar um 10 Uhr in der reformierten Kirche.

 

 

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