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„Freedom“ – Freiheit zwischen wertvoller Errungenschaft und weiter Sehnsucht

April 2017

Mit selber ausgesuchter Musik zogen die Jugendlichen in die Kirche ein, begrüssten die Gottesdienstgäste und führten mit persönlichen Texten, sowie der bekannten Rede von Martin Luther King „I have a dream“ in das Thema. Ausgehend vom Spruch: “Das Geheimnis der Freiheit ist der Mut, etwas zu tun, um seine Träume wahr werden zu lassen.” machten sich die Jugendlichen Gedanken, was denn Frei-sein konkret in ihrem Leben heisst.

Die von Jugendlichen gemachten Interviews wiesen auf die Predigt hin, in der Pfarrerin Speiser deutlich machte, dass der Aspekt Freiheit im Leben eine wechselvolle Rolle spielt; in der Schweiz ein hohes Gut und doch in den vielen Pflichten und Ansprüchen des Alltags stets relativ.

Die Sehnsucht nach Leben, welche die Möve Jonathan in der gleichnamigen Geschichte symbolisiert, verdeutlichte den Kern der Predigt. Es gehe darum, zu leben um zu fliegen, sprich, das Leben an und für sich sei der Zweck vom Dasein. Denn für die Möve Jonathan ist das Lernen und Streben nach Neuem und Unbekanntem der Sinn und Zweck des Daseins. In diesem Sinne wünschte Pfarrerin Speiser den jungen Menschen Mut, zu eigenen Schritten im Glauben und die himmlische Perspektive immer wieder in ihr alltägliches Leben einzulassen und nicht zu vergessen.

Die Jugendlichen sangen zwei Lieder, die sie durch das Konflager begleitet haben. Die schwungvolle Musik von Anja Stockmeyer mit Gesang und Gitarre und Nicola Cumer am Flügel führte durch den Gottesdienst.

Passend zum Thema wurden Gotten und Göttis mit einem weissen Ballon beschenkt, den sie – verbunden mit Gedanken an die Freiheit – nach dem Gottesdienst in den Himmel aufsteigen liessen.

Nach dem Gottesdienst bot sich beim Apéro im Kirchgemeindesaal die Möglichkeit, den Konfirmierten persönlich zu gratulieren.

Konfirmiert wurden am 2.4 Anne-Lau Asplen, Aline Bieri, Sharua Brik,  Matteo Bürgi, Leo Dillier, Dylan Häring, Annabelle Helbling, Cassandra Metzger und Bruno Rippstein

Bild_88 Konfirmation 2. Apr...

und am 9.4 Alexa Suter, Jona Ritschard, Selina Apelt, Elena Weber, Anja Suter, Fiona Spuler, Timo Kalt, Alessio Haug, Celine Schaffner, Gregory Kent, Lino Wieduwilt, Cyrill Hasler, David Walther, Colin Leu, Samuel Schmid, Yannick Karpstein, Lukas Buser, Dennis Meister.

Bild_89 Konfirmation 9. Apr...

 

 

 

 

 

90 Jahre ref. Kirchenchor Möhlin

April 2017

Bild_87 Jubiläumsfoto ref. ...90 Jahre Kirchenchorgeschichte

Es gab keinen ausdrücklichen Gründungsakt des Vereins. Das erste Protokoll datiert vom 28. April 1927. Der Verein zählte damals 30 Mitglieder, die ref. Kirchgemeinde Möhlin zählte zu dieser Zeit etwa 300 Mitglieder. Die erste Mitwirkung an einem Gottesdienst fand an  Karfreitag 1927 statt. Zu bemerken ist an dieser Stelle, dass der reformierte Kirchenchor Möhlin vor dem Bau der ref. Kirche 1948  und noch vor der Gründung der eigenständigen ref. Kirchgemeinde Möhlin (1964) gegründet wurde. Die ersten Chordirigenten waren jeweils Lehrer an den Schulen von Möhlin. Die Teilnahme an Kreiskirchentagen sowie das Singen in allen Feiertagsgottesdiensten waren wichtig, ebenso wie regelmässige Theateraufführungen bis 1955. Der Chor wirkte aktiv durch finanzielle Unterstützung am Kirchenbau mit.

Ökumenische Verbundenheit

Präsidentin A. Giger blickte an der Versammlung aber auch  auf das vergangene Chorjahr zurück. Besonders zentral war die Einstudierung der Brückenmesse, eine Komposition des Dirigenten der Musikgesellschaft Möhlin,  M. Tannenholz. Gemeinsam mit 4 weiteren Chören, u.a. dem römisch-katholischen Kirchenchor Möhlin,  und der Musikgesellschaft Möhlin erlebten die Zuhörer – und auch die Aufführenden-  am 1. Adventswochenende 2016 zwei unvergessliche Konzerte in der 2x voll besetzten römisch-katholischen Kirche.

Konstante Mitgliederzahlen

Seit Jahren bestehen im Chor relativ konstante Mitgliederzahlen. Leider sind über die Jahre nur wenige Neuzugänge zu verzeichnen, jedoch ein paar Rücktritte aus Altersgründen oder in Folge Wegzug aus Möhlin. Gerne wünscht sich die Präsidentin Zuwachs, ist sich aber bewusst, dass es in der heutigen Zeit zunehmend schwieriger wird, Interessierte für einen konstanten Einsatz in einem Verein zu gewinnen. Kurzfristige Teilnahme an Projekten sind heutzutage eher gefragt. Sie freut sich natürlich jederzeit über Interessierte, die einmal eine Probe „schnuppern“ möchten.

Trotz dieser Tatsache gibt es immer noch langjährige Mitglieder. So konnten in diesem Jahr Regula Gysel für 20 Jahre und Gregory Kent für 10 Jahre aktive Mitgliedschaft geehrt werden.

Nun freut sich der Chor auf kommende Projekte, u.a. auf die nochmalige Aufführung der Brückenmesse in kleiner Fassung für Orgel, Bläser und Chor in den Gottesdiensten von Karfreitag in der reformierten Kirche und an Ostern in der röm. kath. Kirche – auch dieses Mal in Zusammenarbeit mit dem röm. kath. Kirchenchor und Musikern der Musikgesellschaft Möhlin.

Am grossen Reformationsfest vom 5. November ist die eigens für dieses Jubiläum komponierte Reformationsliturgie zu hören.

 

 

Zeitzeugen der Reformation

März 2017

Wie hat der reformierte Glaube das Leben geprägt in einem Umfeld, in dem diese Konfession noch nicht verbreitet war? Als erstes wurde das Leben von Wibrandis Rosenblatt durch Pfrn. Christiane Bitterli vorgestellt. Geboren in Säckingen, lebte sie in Basel und Strassburg als evangelische Pfarrfrau der Reformatoren Oekolampad, Capito und Bucer. Das Pfarrhaus war zugleich Gästehaus und Herberge für zahlreiche Theologen und Studenten, aber auch für Notleidende und Flüchtlinge. Sie alle wie die eigene grosse Familie zu versorgen war eine grosse Herausforderung, zusammen mit der Belastung, was die Zukunft bringen mag. Erschöpfung und die Pest haben sie in kurzer Zeit mehrmalig zur Witwe gemacht, und dennoch hat sie ungebrochen, mutig und selbstbewusst das Leben in ihrer neuen Funktion gestaltet.

Als heutige Zeitzeugen berichtete das Ehepaar Gisin vom Lohnberg, wie früher Berner reformierte Bauern die verwaisten Höfe auf den Höhen des katholischen und christkatholischen Wegenstettertals besiedelt haben. Allmählich haben sie sich zu einem genossenschaftlich organisierten Verband zusammengeschlossen, bis sie nun eine eigenständige reformierte Kirchgemeinde mit eigenem Zentrum bilden konnten. Ebenso wuchs durch die Jahrzehnte die freundschaftliche Verbundenheit zu den beiden anderen Konfessionen. Die heutige gelebte Ökumene will man nicht mehr missen. Sehr lebendig erzählte Hans Gisin so manche Anekdote aus früherer Zeit.

Bei regen Austausch bei Kaffee und Kuchen klang der interessante Abend aus.

 

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