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Wer sich die Musik erkiest, hat ein himmlisch Werk gewonnen

Unter diesem Motto stand die 98. Mitgliederversammlung des reformierten Kirchenchors, die am Mittwoch, den 28. Februar 2024 im Kirchgemeindesaal der reformierten Kirche stattfand. Die Anwesenden erlebten zunächst eine speditive Versammlung, anschliessend ein sehr gemütliches Miteinander bei einem feinen Znacht.

Bei der jährlichen Mitgliederversammlung des reformierten Kirchenchors Möhlin ging es ganz nach dem Motto «Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen». Präsidentin Andrea Giger begrüsste die aktiven Mitglieder, Chorleiter Nicola Cumer, Pfarrer Kai Hinz sowie die Gäste und begann die Versammlung mit dem obigen Ausspruch Martin Luthers. Sie strich hervor, dass der Chor trotz inzwischen kleiner Besetzung immer noch seinen Auftrag erfülle – nämlich regelmässige Auftritte sowie Unterstützung der Gemeinde im Gottesdienst zu leisten. Dass dies so hervorragend funktioniert, ist sicherlich dem grossen Geschick des Chorleiters Cumer zu verdanken. Er schafft es immer wieder, passende Musikliteratur für die jeweilige Besetzung zu finden; wenn es vom Satz her nicht passt, komponiert er eigene Stücke, die dann vorgetragen werden.

Highlights des vergangenen Jahres

Beim Rückblick wurde aus dem abwechslungsreichen Repertoire besonders das grosse Projekt der drei Kirchenchöre hervorgehoben: die Aufführung von A. Schmittbergers «Missa Kwela» am 10. Dezember 2023 in der katholischen Kirche. Durch gute Vorbereitung und intensive Probenarbeit wuchsen die Chöre zu einem Gesamtensemble zusammen, das von Profimusikerinnen und -musikern perfekt unterstützt wurde. Ein extra ins Leben gerufener Kinderchor von 40 singbegeisterten Kindern sorgte für den Schwung, der das zahlreiche Publikum mitriss. Als Dankeschön an die Chormitglieder gab es an der Versammlung einen Stick mit Aufnahmen dieses Konzerts.

Die Finanzen des Chors wurden sehr übersichtlich und korrekt durch Kassierin Evelina Wilhelm geführt und der Mitgliederversammlung präsentiert. Die Revisoren konnten die Rechnung also zur Annahme empfehlen.

Wie bei vielen Vereinen ist auch die Mitgliederzahl des reformierten Kirchenchors am Schwinden, weshalb der Vorstand der Versammlung eine Anpassung der Statuten empfahl. Nach ausführlicher Vorstellung und Begründung der Überlegungen wurden diese Änderungen angenommen und werden nun per Versammlung gültig.

Schöne Wertschätzung der langjährigen Mitglieder

Dieses Jahr gab es einige Ehrungen: G. Bettex erhielt aufgrund ihrer 30jährigen Treue zum Chor die Ehrenmitgliedschaft sowie einige kleinere Geschenke, Präsidentin A. Giger kann auf 20 Jahre zurückblicken, N. Cumer wurde für 15 Jahre Mitgliedschaft geehrt, E. Wilhelm ist bereits seit 10 Jahren begeisterte Mitsängerin. Alle bekamen einen wunderschönen Frühlingsblumenstrauss überreicht.

Mit einem kurzen Ausblick auf das kommende Chorjahr und einem gemeinsamen Foto am neu erworbenen Cembalo schloss die Mitgliederversammlung, und die Präsidentin lud zum feinen Znacht ein. Bei angeregten Gesprächen und einem guten Tropfen klang der gesellige Abend aus.

 

Astrid Pfoster, 6.3.24

Weltgebetstagsfeier unter besonderen weltpolitischen Umständen

Am Abend des 2. März kamen im Saal des Pfarreizentrums Schallen in Möhlin Menschen zusammen, die trotz der bedrückenden Nachrichten aus Palästina und anderen Orten in der Welt die Hoffnung auf Frieden nicht aufgeben wollen. Sie feierten zusammen den Weltgebetstag, der jedes Jahr Anfang März begangen wird und hinter dem eine weltweite Bewegung von Frauen aus verschieden christlichen Traditionen steht. In diesem Jahr stammten Texte und Ablauf (Liturgie) von Frauen aus Palästina. Die Inhalte führten im Vorfeld zu kontroversen Diskussionen auf verschiedenen Ebenen. Es galt die aktuellen Entwicklungen in Palästina und Israel nicht unbeachtet und sich politisch nicht benutzen zu lassen. Mehrere Empfehlungen zur Durchführung wurden teils kurzfristig veröffentlicht. So wurden zum Beispiel ein zusätzliches Fürbittgebet vom Schweizer Komitee des Weltgebetstages und eine Handreichung von der Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz (EKS) herausgegeben. Das lokale ökumenische Weltgebetstags-Team in Möhlin empfand daher die Vorbereitung so herausfordernd wie selten zuvor. Es gab auch Stimmen von aussen, die die Durchführung ganz in Frage stellten. Doch wenn nicht jetzt für den Frieden beten, wann dann? Das Team entschied sich daher das Gebet für den Frieden ins Zentrum zu stellen. In der Mitte des Raumes stand dann auch ein Strauss aus Olivenzweigen mit Tauben aus weissem Papier. Alle Teilnehmenden sassen im Kreis, sangen, beteten und knüpften ein Friedensband. Zuvor hatten sie Gedanken zum Frieden auf die Bänder geschrieben und der Verbundenheit mit den Leittragenden von Krieg und Gewalt nachgespürt – im Zeichen des Leitspruchs des Weltgebetstages 2024: «durch das Band des Friedens». Eine Taube als Friedenssymbol war es dann auch, die jede und jeder in Form eines Anhängers aus weissem Ton am Schluss mit nach Hause nehmen konnte.

Kristin Gnodtke, 4.3.24

Zum Bild: Das Weltgebetstagsteam Susi Strübin, Kristin Gnodtke, Erika Conus, Käthi Hilpert. Susi Strübin und Erika Conus wurden nach jahrzehntelanger Mitarbeit mit grossem Dank aus dem Team verabschiedet.

Aus der Not eine Tugend machen – oder wie aus dem Fachkräftemangel ein Fasnachtsevent wurde.

Am 4. Februar feierten Pfrn. Nadja Huser und die 1. und 2. Klässler mit ihren Religionslehrerinnen Patricia Godena und Yvonne Moldehn einen bunten Fasnachtsgottesdienst in der reformierten Kirche. Für diesen Anlass wurde bereits im Unterricht fleissig gebastelt und gesungen.

Was macht man, wenn zu Beginn eines Schuljahres zu wenig ausgebildete Katechet:innen vorhanden sind, um bis in die untersten Schuljahrgänge regelmässigen Religionsunterricht anbieten zu können? Das reformierte Team musste sich im Frühling 2023 mit dieser Problematik befassen und entschied schweren Herzens, die 1. und 2. Klassen nur noch einmal statt zweimal monatlich zu unterrichten. Dafür wurden aber im Rahmen der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit verschiedene Events zum Mitmachen angeboten. Da lag es in einem „Fasnachts-verrücktem“ Dorf wie Möhlin nahe, etwas zum Thema Fasnacht zu organisieren. So kam es, dass zum ersten Mal in Möhlin auch ein Reformierter Fasnachts-Familiengottesdienst stattfand. Gemeinsam mit ihren Lehrerinnen bastelten die Kinder im Unterricht farbenfrohe Masken und übten Lieder für den Gottesdienst ein. Nebst der farbenfrohen Verkleidung wurde in Texten, Schnitzelbängg und Kurzpredigt von den Träumen, was man gerne sein würde, gesprochen. Fazit war mit den Worten aus Psalm 139,14: „Gott liebt dich genauso wie du bist – ungeschminkt und unverkleidet“. Der fröhliche Kindergesang füllte die Kirche und auch die Musik von Nicola und Chiara Cumer am Flügel und dem Cello war fastnächtlich fröhlich.

Im Anschluss an den Gottesdienst füllte sich auch der Gemeindesaal für einen bunten Chilekaffe bei Getränken und Fasnachtschüechli. Und mit einem „Augenzwinkern“ darf festgestellt werden, dass die Möhliner Reformierten sich an die gesamtschweizerische Tradition hielten und ihren Reformierten Fasnachtsgottesdienst eine Woche später feierten als den traditionell sehr beliebten Fasnachtsgottesdienst in der christkatholischen Kirche.

Andrea Giger, 5.2.24

unser neues Sigristinnenteam  (v.l. Angi Meiller, Patricia Ghilardi, Antonia Kopylenko) kam natürlich auch verkleidet.

v.l. Yvonne Moldehn, Pfrn. Nadja Huser, Patricia Godena

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