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Wenn Jesus nach Möhlin käme …

In der Kulturreihe „FreiTagsZeit“ der beiden reformierten Kirchgemeinden Möhlin und Wegenstettertal spielte am Freitag die Formation „THEATERplus“ das Stück „Wer ist Er?“. Die Aufführung stiess auf grosses Interesse. Das seit 20 Jahren aktive Laientheater greift Sequenzen aus dem Alten und Neuen Testament auf und stellt sie in einen Kontext des 21. Jahrhunderts. Sie trat mit sieben Laienschauspielerinnen und -schauspieler auf Einladung der „FreiTagsZeit“ im reformierten Kirchgemeindehaus Möhlin auf. Die Gruppe formierte als Zweig von „Perspektive Leben“, die nach der Auflösung der landesweiten Organisation „Mut zur Gemeinde“, Nachfolgeprojekte aufgleiste. Sie vermitteln auf ihre Weise den Kirchgemeinden Impulse für das Gemeindeleben.

Die Gruppe, die in Möhlin auftragt, beeindruckte schon mal mit ihren Kulissen und der Bühneneinrichtung inklusive Verstärkeranlage, die sie mitgebracht hatte. In ihrer Aufführung verknüpfte sie zwei neutestamentliche Erzählungen, in denen sich Jesus auf überraschende Art Menschen offenbarte, die das keineswegs erwartet hatten: Dem Zöllner Zachäus, aktualisiert als Unternehmer im noblen Anzug, der seine Kunden mit Wucherpreisen abzockt und seine Mitarbeitenden verängstigt und an der kurzen Leine hält. Ausgerechnet von diesem asozialen Abzocker lässt sich Jesus gemäss den Evangelienberichten einladen und löst damit eine radikale Umkehr der Lebenshaltung des smarten aber skrupellosen Abzockers aus. Mit der Folge, dass dieser eine radikale Lebenswende vollzieht und sich an die Wiedergutmachung seiner früheren Wucherei macht. Der Auftritt von Jesus wurde dabei auf Möhlin verlegt. Durchgeschüttelt wird auch das Leben einer samaritanischen Frau, die sich Wasser an einem Brunnen ausserhalb des Dorfes holen will und dabei auf den „Propheten“ Jesus stösst. Er spricht sie auf ihr turbulentes Leben mit zahlreichen gescheiterten Beziehungen an, outet sich und löst in ihr ein inneres Erdbeben aus mit der Gewissheit, dass sie dem Messias begegnet ist.

Im Anschluss an die Aufführungen beantworteten die Mitglieder der Laiengruppe Fragen von Moderatorin und Organisatorin Barbara Maass und aus dem Publikum zu ihrer persönlichen Motivation und der Entstehung ihrer Theaterstücke. Die Freude daran, mit diesem Medium Inhalte zu vermitteln, die auch ihr persönliches Leben beeinflussen, war bei allen spürbar. Die bislang fünf Theaterproduktionen stammen aus der Feder von Ensemble-Mitgliedern, wie in der Fragerunde bekannt wurde.

Mit einem Apéro und angeregten Gesprächen endete der gelungene Kulturabend der beiden Kirchgemeinden. (im.)

Bilder und Text: Fritz Imhof, 28.1.24

5352: Zachäus und seine Mitarbeitenden erwarten den Einzug von Jesus

5362: Sequenz aus dem Spiel „Wer ist Er?“

5364: Die Laienspielgruppe THEATERplus schreibt ihre Stücke selbst und führt sie gemeinsam auf.

 

Bauernhofweihnacht – Die Reformierte Kirche Möhlin auf dem Weg nach «Bethlehem»

Letzten Sonntag feierten die Möhliner Reformierten eine stimmungsvolle «Bauernhofweihnacht». Gemeinsam hatte man sich vom Ort aus auf den Weg gemacht und Josef mit Maria zum Stall von «Bethlehem» auf dem Meler Feld begleitet. Unterwegs wurden an verschiedenen Stationen Lieder gesungen und die Weihnachtsgeschichte nachgestellt.

Traditionsgemäss wird am dritten Advent in der Reformierten Kirche Möhlin das weihnachtliche Krippenspiel aufgeführt. Dieses Jahr gab es kein Schauspiel in der Kirche, sondern ein gemeinsames frühabendliches Pilgern. Zahlreiche Reformierte begleiteten Josef und Maria vom Ortskern aus hinauf aufs Meler Feld, wo auf dem Lerchenhof der «Stall von Bethlehem» das Ziel der Pilgerschaar darstellte. Der einstündige Weg war zwar kalt, aber sehr stimmungsvoll. So wurden unterwegs – begleitet von einem Musikensemble der Musikgesellschaft Möhlin – Weihnachtslieder gesungen und an mehreren Stationen, z.B. einem wärmenden Lagerfeuer, die Geschichte der Geburt Jesu nachgespielt. Wer nicht mitlaufen konnte, durfte in einer Pferdekutsche mit Kutscher Viktor Senn aus Zeiningen mitfahren. Im weihnachtlich dekorierten «Stall von Bethlehem» endete zwar der Weg, jedoch ging der aussergewöhnliche Abend mit dem letzten Teil der Geschichte und anschliessendem Apéro noch weiter. Ein Höhepunkt war zum Schluss noch der Auftritt der drei Könige, welche in Begleitung von drei Alpakas vom Neuhof kamen und Geschenke verteilten. Beim gemütlichen Aufwärmen zwischen den verschiedenen Bauernhoftieren zeigte sich die verantwortliche Pfarrerin Nadja Huser mit ihrer ersten Bauernhofweihnacht rundherum zufrieden. Und auch die zahlreichen Reformierten und anderen Gäste freuten sich über dieses ganz spezielle Krippenspiel: «Es war einfach toll, mal etwas ganz anderes!» Gut möglich also, dass die Möhliner Bauernhofweihnacht eine Fortsetzung findet.

Birke Luu, 19.12.23

Verspendungen der Friitigssuppe 2023

Das Friitigssuppenteam kann erneut auf ein erfolgreiches Suppenjahr zurückblicken. Dank der treuen Besucher und Besucherinnen der Suppentage konnten CHF 2’500 Reinerlös erwirtschaftet werden. Das Suppenteam spendet je CHF 500.00 an folgende Organisationen: Schweizer Tafel, Kindergarten Falcau, Netzwerk Schweiz-Transkarpatien/Ukraine, Kindernothilfe Schweiz, Projekt «Bildung für geflüchtete Kinder», Andherihilfe in Indien/Bangladesh

Wir danken allen für ihre grosszügigen Spenden und freuen uns auf das neue Suppenjahr 2024.

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