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Marionetten- und Gesangsshow am 60+Nachmittag

Im Rahmen seiner monatlichen «60+Nachmittage» organisierte Pfarrer Kai Hinz für den 12. März eine Marionettenshow. Bereits die Einladung mit dem angekündigten Thema sorgte für reges Interesse.

Eine angeregte, angespannte Stimmung ergriff die Anwesenden beim Eintreffen. Zu sehen und hören gab es dann eine musikalische Reise durch die Zeit den 20. Jahrhunderts, viele Städte, Regionen und Länder. Die Akteure waren, nebst passendem Bühnenarrangement, Herrn Peter Born (Tenor und Entertainer) mit seiner Frau Regula Born und die Marionette Matthias. Während der Show wurde die Marionette Matthias durch Regula vortrefflich, begleitend zur Musik, bewegt. Mit den Möglichkeiten der Fortbewegungen (Laufen, fahren, fliegen) wurde der Globus umrundet und mit Schlagern besungen und dabei die eigene Fantasie und Erinnerungen angeregt. Das Ehepaar mit seiner Puppe Matthias machten Station in Kiel, Hamburg, Heidelberg, Berlin, in der Puszta, Valencia, San Francisco, Russland, China, Wien etc. Anschaulich wurden die Fortbewegungsmittel durch Matthias benutzt (Velo und «Fliegender Teppich»). Dazu spielte Matthias Melodien auch Geige und Klavier. Abgeschlossen wurde die Vorstellung mit einem chinesischen Gedicht von Karl Valentin (Münchner Original). Bereits während der Vorstellung wurden die Beiträge beklatscht aber der anhaltende Schluss Applaus war ein schöner Dank an das Ehepaar für die künstlerische perfekte Darstellung.

Ein Dank gilt den freiwilligen Helfern des 60+Teams, Karina, Vreni, Monika für die selbst gebackenen Kuchen die anschliessend zum Kaffee genossen wurden.

Fotos: Monika Weibel

Bericht: Wolfgang Seiring, 16.3.24

Wer sich die Musik erkiest, hat ein himmlisch Werk gewonnen

Unter diesem Motto stand die 98. Mitgliederversammlung des reformierten Kirchenchors, die am Mittwoch, den 28. Februar 2024 im Kirchgemeindesaal der reformierten Kirche stattfand. Die Anwesenden erlebten zunächst eine speditive Versammlung, anschliessend ein sehr gemütliches Miteinander bei einem feinen Znacht.

Bei der jährlichen Mitgliederversammlung des reformierten Kirchenchors Möhlin ging es ganz nach dem Motto «Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen». Präsidentin Andrea Giger begrüsste die aktiven Mitglieder, Chorleiter Nicola Cumer, Pfarrer Kai Hinz sowie die Gäste und begann die Versammlung mit dem obigen Ausspruch Martin Luthers. Sie strich hervor, dass der Chor trotz inzwischen kleiner Besetzung immer noch seinen Auftrag erfülle – nämlich regelmässige Auftritte sowie Unterstützung der Gemeinde im Gottesdienst zu leisten. Dass dies so hervorragend funktioniert, ist sicherlich dem grossen Geschick des Chorleiters Cumer zu verdanken. Er schafft es immer wieder, passende Musikliteratur für die jeweilige Besetzung zu finden; wenn es vom Satz her nicht passt, komponiert er eigene Stücke, die dann vorgetragen werden.

Highlights des vergangenen Jahres

Beim Rückblick wurde aus dem abwechslungsreichen Repertoire besonders das grosse Projekt der drei Kirchenchöre hervorgehoben: die Aufführung von A. Schmittbergers «Missa Kwela» am 10. Dezember 2023 in der katholischen Kirche. Durch gute Vorbereitung und intensive Probenarbeit wuchsen die Chöre zu einem Gesamtensemble zusammen, das von Profimusikerinnen und -musikern perfekt unterstützt wurde. Ein extra ins Leben gerufener Kinderchor von 40 singbegeisterten Kindern sorgte für den Schwung, der das zahlreiche Publikum mitriss. Als Dankeschön an die Chormitglieder gab es an der Versammlung einen Stick mit Aufnahmen dieses Konzerts.

Die Finanzen des Chors wurden sehr übersichtlich und korrekt durch Kassierin Evelina Wilhelm geführt und der Mitgliederversammlung präsentiert. Die Revisoren konnten die Rechnung also zur Annahme empfehlen.

Wie bei vielen Vereinen ist auch die Mitgliederzahl des reformierten Kirchenchors am Schwinden, weshalb der Vorstand der Versammlung eine Anpassung der Statuten empfahl. Nach ausführlicher Vorstellung und Begründung der Überlegungen wurden diese Änderungen angenommen und werden nun per Versammlung gültig.

Schöne Wertschätzung der langjährigen Mitglieder

Dieses Jahr gab es einige Ehrungen: G. Bettex erhielt aufgrund ihrer 30jährigen Treue zum Chor die Ehrenmitgliedschaft sowie einige kleinere Geschenke, Präsidentin A. Giger kann auf 20 Jahre zurückblicken, N. Cumer wurde für 15 Jahre Mitgliedschaft geehrt, E. Wilhelm ist bereits seit 10 Jahren begeisterte Mitsängerin. Alle bekamen einen wunderschönen Frühlingsblumenstrauss überreicht.

Mit einem kurzen Ausblick auf das kommende Chorjahr und einem gemeinsamen Foto am neu erworbenen Cembalo schloss die Mitgliederversammlung, und die Präsidentin lud zum feinen Znacht ein. Bei angeregten Gesprächen und einem guten Tropfen klang der gesellige Abend aus.

 

Astrid Pfoster, 6.3.24

Weltgebetstagsfeier unter besonderen weltpolitischen Umständen

Am Abend des 2. März kamen im Saal des Pfarreizentrums Schallen in Möhlin Menschen zusammen, die trotz der bedrückenden Nachrichten aus Palästina und anderen Orten in der Welt die Hoffnung auf Frieden nicht aufgeben wollen. Sie feierten zusammen den Weltgebetstag, der jedes Jahr Anfang März begangen wird und hinter dem eine weltweite Bewegung von Frauen aus verschieden christlichen Traditionen steht. In diesem Jahr stammten Texte und Ablauf (Liturgie) von Frauen aus Palästina. Die Inhalte führten im Vorfeld zu kontroversen Diskussionen auf verschiedenen Ebenen. Es galt die aktuellen Entwicklungen in Palästina und Israel nicht unbeachtet und sich politisch nicht benutzen zu lassen. Mehrere Empfehlungen zur Durchführung wurden teils kurzfristig veröffentlicht. So wurden zum Beispiel ein zusätzliches Fürbittgebet vom Schweizer Komitee des Weltgebetstages und eine Handreichung von der Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz (EKS) herausgegeben. Das lokale ökumenische Weltgebetstags-Team in Möhlin empfand daher die Vorbereitung so herausfordernd wie selten zuvor. Es gab auch Stimmen von aussen, die die Durchführung ganz in Frage stellten. Doch wenn nicht jetzt für den Frieden beten, wann dann? Das Team entschied sich daher das Gebet für den Frieden ins Zentrum zu stellen. In der Mitte des Raumes stand dann auch ein Strauss aus Olivenzweigen mit Tauben aus weissem Papier. Alle Teilnehmenden sassen im Kreis, sangen, beteten und knüpften ein Friedensband. Zuvor hatten sie Gedanken zum Frieden auf die Bänder geschrieben und der Verbundenheit mit den Leittragenden von Krieg und Gewalt nachgespürt – im Zeichen des Leitspruchs des Weltgebetstages 2024: «durch das Band des Friedens». Eine Taube als Friedenssymbol war es dann auch, die jede und jeder in Form eines Anhängers aus weissem Ton am Schluss mit nach Hause nehmen konnte.

Kristin Gnodtke, 4.3.24

Zum Bild: Das Weltgebetstagsteam Susi Strübin, Kristin Gnodtke, Erika Conus, Käthi Hilpert. Susi Strübin und Erika Conus wurden nach jahrzehntelanger Mitarbeit mit grossem Dank aus dem Team verabschiedet.

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