Reformierte Kirche Möhlin -
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Die Geschichte des Kirchgesangbuches im Wandel der Generationen

Reformierte Kirchgemeinden Möhlin und Wegenstettertal

(Barbara Maass) Am vergangenen Freitagabend hat der Hymnologe Andreas Marti im Rahmen der Kulturreihe FreiTagsZeit der reformierten Kirchgemeinden Möhlin und Wegenstettertal einem 22-köpfigem Publikum in einfachen Worten Bedeutung und Geschichte des reformierten Kirchgesangbuches erzählt. Parallel dazu durfte das Publikum etwas über den Aufbau von Text und Melodie der Lieder erfahren, welcher durchaus nicht immer ganz zufällig ist. Andreas Marti gab einen Einblick in diese den meisten Menschen unbekannte Wissenschaft, die vertiefte Studien der Theologie, Germanistik und Musik erfordert. Das Kirchgesangbuch ist nicht nur ein Zeitzeugnis des Kirchengesangs, sondern auch der Gesellschaft der jeweiligen Zeitepoche. Andreas Marti zeigte auf, warum sich für den Gottesdient eine sorgfältige Auswahl der Gemeindelieder lohnt. Er erklärte auch anhand seines Orgelspieles den Wandel der Zeit von Chorälen und Liedern. Er lud das Publikum ein, einige Lieder zu singen, dabei auf seine vorgängigen Erklärungen zu achten und begleitete sie auf der Orgel. Andreas Marti tat das mit sehr viel Herzblut, einem breiten Wissenshintergund – und sehr viel Humor! Seine träfen, berndeutschen Ausdrücke und Anekdoten brachten das Publikum oft zum Lachen. Zum Abschied durfte das Publikum noch einmal seinem virtuosen Orgelspiel lauschen und Andreas Marti wurde mit einem Glas Fricktaler Honig und natürlich seinem verdienten Honorar verabschiedet. Ein gelungener, interessanter Abend!

Nächste FreiTagsZeit: Freitag, 19. November, 19:15 im reformierten Kirchgemeindehaus Zuzgen. Kai Hinz lässt uns an seinem Hobby, den  Werken des Schriftstellers Edgar Wallace, teilhaben. Dazu werden Cocktails mit und ohne Alkohol serviert und Barpianomusik begleitet den Abend für alle Sinne.

Barbara Maass, 24.10.2021

Überwältigender Erfolg des Cantus-Chor-Konzerts in Möhlin

Nach vielen Vorbereitungsarbeiten war es am Sonntag so weit: Der professionelle Kammerchor „Cantus“ aus dem ukrainischen Užhorod unter der Leitung von Emil Sokach trat gleich zweimal auf an diesem Tag: Am Morgen bereicherte er mit gut passenden Lied-Beiträgen den ökumenischen Weltgottesdienst zum Thema „Wir sind nicht behindert sondern werden behindert“, den Pfarrerin Claudia Speiser zusammen mit der Weltgruppe Möhlin gestaltete.

Anschliessend gab es eine feine Suppe mit einem reichlichen Dessertbuffet und mit guten Gesprächen in verschiedenen Sprachen für den Chor und für alle, die in irgend einer Weise  zum Gelingen des Tages beigetragen hatten.

Um 17 Uhr folgte dann das Konzert mit einer beinahe vollen Kirche, in welchem das selten aufgeführte Werk „Der versiegelte Engel“ des russischen Komponisten Rodion Ščedrin (*1932) aufgeführt wurde, inspiriert nach der gleichnamigen Erzählung von Nikolaj Leskov aus dem Jahr 1873; ein A capella-Stück, bereichert durch die von Andri Karpyak meisterhaft gespielte Flöte.

Das anspruchsvolle Werk erntete einen grossen, verdienten  Applaus!

Danke der reformierten Kirchgemeinde Möhlin für das unentgeltliche Zur-Verfügung-Stellen der Kirche und des Kirchgemeindehauses; Andrea Giger und einigen Helferinnen des Freitagssuppen-Teams für die feine Suppe; Natalie Häusler für die Vor- und Nachbereitung der ganzen Infrastruktur in der Kirche und im Kirchgemeindehaus; Pfarrerin Claudia Speiser für die Koordination des Gottesdienstes und Brigitta Kent als Kirchenpflegerin mit dem Ressort „Kultur“ für die Koordination des Konzerts.

Es wäre schön, wenn dieser ausserordentliche Chor wieder einmal in Möhlin auftreten könnte.

Andreas Burckhardt, 24.10.2021

Oekumenischer Bettagsgottesdienst in der Steinlihalle Möhlin

Seit Jahrzehnten feiern die drei Kirchgemeinden von Möhlin am Eidg. Dank-, Buss und Bettag gemeinsam einen feierlichen Gottesdienst in der Steinlihalle und setzen damit ein Zeichen für gelebte und funktionierende Oekumene.

Nach einem Jahr coronabedingter Pause luden die drei Konfessionen von Möhlin am letzten Sonntag wieder zum traditionellen Bettagsgottesdienst in die festlich geschmückte Steinlihalle ein. Trotz des schlechten Wetters und der Zertifikatspflicht folgten rund 170 Personen dieser Einladung. Der Gottesdienst stand unter dem Motto «Geh nicht zur Kirche – sei Kirche!». Der Gedanke, dass jede einzelne Person ein wichtiger Teil des grossen Netzwerks Kirche ist, wurde symbolisiert durch die Fotos der Anwesenden – beim Eintreten aufgenommen-, die in grossen Netzen aufgehängt wurden.  Die Vernetzung über die Konfessionsgrenzen lebten auch die drei Pfarrpersonen vorbildlich vor, indem sie sich immer wieder in den Gebeten und Liturgieteilen abwechselten und sogar die Predigt gemeinsam hielten. Kai Hinz (Ref.), Christian Edringer (Chr.-Kath.) und Daniel Reidy (Röm.-kath.) hatten den Gottesdienst als Team gemeinsam vorbereitet und bekräftigten damit die jahrelange gute Zusammenarbeit. Sie haben die Absicht, das Team zu erweitern und weitere oekumenische Projekte in Angriff zu nehmen.

Auch die Musik kam nicht zu kurz und endlich darf man ja auch wieder gemeinsam singen. Die Musikgemeinschaft Möhlin begleitete die Lieder und bereicherte den Gottesdienst mit perfekt intonierten, festlichen Musikstücken.

Nach dem Gottesdienst trafen sich die Anwesenden zum Apéro draussen auf dem Schulhausplatz und konnten so die freundschaftlichen Kontakte noch auf eine andere Weise geniessen.

Edith Keller, 20.09.2021

 

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