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Chilezmorge nicht mehr wegzudenken

Einmal monatlich am Dienstagmorgen bereiten Monika Weibel und Wolfgang Seiring liebevoll den Chilezmorge vor. Mit einem feinen Zmorgebuffet und auch viel selbstgemachter Konfitüre verwöhnen sie die Gäste. Pfrn. Nadja Huser und Pfr. Kai Hinz kommen, wenn immer möglich, dazu und liefern dann gerne noch «geistige» Nahrung. Und so manches mal wird auch ein Morgenlied gesungen. Dass dieser Anlass beliebt ist, zeigt die steigende Zahl Besuchender. Der Chilezmorge ist aus dem monatlichen Veranstaltungskalender der Kirchgemeinde nicht mehr wegzudenken.

A. Giger, 19.10.22

Abrahams Kinder

Am Freitag, 23. September, fand im Rahmen der Kulturreihe „FreiTagsZeit“ der reformierten Kirchgemeinden Möhlin und Wegenstettertal ein Theaterabend in der ref. Kirche Möhlin statt.

Grossartig! Das trifft es im Kürzesten, um den Theatermonolog mit der musikalischen Untermalung zu umschreiben. Der Schauspieler Rainer Frank und der Musiker Martin Engelbach führte unter der Regie: von Andreas Sigrist ein Stück auf, das die Existenz der drei Religionen Judentum, Islam und Christentum und das ewige Thema des Einzigen Gottes zu erklären versucht. Rainer Frank entführte das Publikum einerseits auf eine Reise in den Nahen Osten der Vergangenheit, auch seiner eigenen, andererseits in die Geschichten des alten Testamentes, in die Suren des Korans und die Texte der Thora. Das 2-stündige Stück hielt das Publikum in Atem, weckte Neugierde und Betroffenheit. Dass Stück informiert subtil und respektvoll und mit Fachwissen um die 3 Religionen und deren Schriften. Trotzdem besteht nie der Anspruch des alleinigen Wissens über die Geschichte, immer bleiben Fragen oder es tauchen neue auf. Der Schwerpunkt liegt auf den Gemeinsamkeiten der 3 Religionen. Das Publikum, welches sich auf Stühlen im Altarraum gegenübersass, erlebte in einem fast intimen Rahmen hautnah höchste Schauspielkunst. Die Kirche diente als Bühne, als einziges Requisit dienten Stühle, welche sowohl Orte wie auch Menschen und Gastfreundschaft darstellten. Die subtilen, auf diversen Instrumenten gespielten Musikstücke boten stimmungsvolle Hintergrundteppiche, die das Geschehen wirkungsvoll unterstützten. Nach einem langanhaltenden Applaus waren die Anwesenden zu einem Apéro eingeladen, um sich über das Erlebte auszutauschen. Viele nutzten die Gelegenheit, sich mit Schauspieler, Musiker und Regisseur zu unterhalten.

Nächster Anlass der Reihe FreiTagsZeit: 21. Oktober in Zuzgen, Lesung Willy Näf

Barbara Maass, 25.09.2022

Von allen guten Geistern verlassen? – Ökum. Bettagsgottesdienst in Möhlin

Am 18. September wurde in Möhlin der Eidgenössische Dank-, Buss- und Bettag traditionell in der Steinlihalle gefeiert. Rund 300 Personen fanden den Weg in die Turnhalle, um gemeinsam ökumenischen Gottesdienst zu feiern. Ein grosses Helferteam rund um die drei Gottesdienstleiter, Christian Edringer, Kai Hinz und Markus Wentink bereitete eine abwechslungsreiche Feier vor. Musikalisch begleiteten die Musikgesellschaft Möhlin und die Chöre der drei Kirchen.

«Bist du denn von allen guten Geistern verlassen?» Mit dieser empörten (nicht ganz ernst gemeinten) Ansprache begrüsste Pfr. Edringer seinen neuen röm.-kath. Amtskollegen Markus Wentink, der sich nach dem Einzug nicht wie üblich in die Reihe der Mitwirkenden einreihte, sondern Platz bei der Musikgesellschaft nahm. Der «Verirrte» fand schliesslich seinen ordentlichen Platz. Der erfrischend lockere Dialog zwischen den drei Pfarrpersonen zog sich durch den ganzen Gottesdienst. In der Dialogpredigt ging Pfr. Hinz näher auf das Thema ein: sind Menschen nicht manchmal von allen guten Geistern verlassen? Oder werden wir die Geister, die wir riefen, einfach nicht mehr los? Oder fühlt man sich manchmal auch von Gottes Geist verlassen? Er nahm dazu Bezug auf den ersten Brief des Paulus an die Gemeinde in Korinth und ging auch darauf ein, dass es viele verschiedene Gaben bei uns Menschen gibt, dass wir aber durch einen Geist erfüllt sind. Und da spiele es auch keine Rolle mehr, so Pfr. Edringer, wenn sich einer einmal in der Gemeinschaft «verläuft» oder etwas falsch macht.

Ebenso erfrischend wie die Dialoge des ökum. Pfarrteams war auch der Gesang des ökumenischen Chores. Mit dem «Halleluja» aus der Missa Kwela gaben sie bereits einen Ausblick auf das für 2023 geplante gemeinsame Konzert. Die Musikgesellschaft ist inzwischen nicht mehr vom Bettagsgottesdienst wegzudenken, sie umrahmte mit schönen Musikwerken die Feier und begleitete den Gemeindegesang. Der Morgen klang aus mit einem Apéro im Freien und wer noch etwas Zeit hatte, konnte sich durch die Jugendmusik an deren «Spaghettata» verköstigen lassen.

Andrea Giger, 19.09.2022

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