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“Du darfst nun Deine Gemeinde prägen“ – offizielle Einsetzungsfeier für Pfarrerin Nadja Huser

zum Bild: Die Segensworte von Pfr. Kai Hinz und der Kirchenpflege

Letzten Sonntag wurde die neue Pfarrerin der Reformierten Kirche Möhlin im Rahmen eines Festgottesdienstes in ihr Amt eingeführt. Damit ist das Pfarrteam wieder komplett. Dies freut im Dorf der drei Kirchen zudem die Ökumene sowie die reformierten Nachbargemeinden.

MÖHLIN. Ein kurzweiliger Gottesdienst war es mit vielen verschiedenen Beteiligten. Festlich, aber nicht zu überladen. Für Nadja Huser war es die erste Pfarrstelle, die sie als frischgebackene Pfarrerin antreten durfte. Die Möhliner rekrutierten nämlich die 30-jährige Reinacherin, die momentan in Basel wohnt, direkt aus ihrem Vikariat heraus. Am vergangenen Sonntag nun fand ihre festliche Amtseinsetzung statt. Ein grosser Tag für die junge Pfarrerin, ein kleiner Neubeginn für ihre Möhliner Kirchgemeinde. Denn, wie Vizedekanin Noemi Breda betonte: «Wir Menschen sind alle Unikate. Du darfst nun mit Deiner Einzigartigkeit Deine Gemeinde prägen.» Darauf freut sich auch Pfarrkollege Kai Hinz, der einige Monate allein für die Möhliner Reformierten da war. «Ich bin froh, dass die Pfarraufgaben nun wieder auf zwei Schultern verteilt werden, denn allein konnte ich einfach nicht alles abdecken.»

Von grösserer Bedeutung

Betrachtet man einmal genauer, wer alles beim Festgottesdienst zugegen war, dann scheinen nicht nur die Möhliner Reformierten auf die neue Pfarrerin gewartet zu haben. Anwesend waren aus Möhlin auch Vertreter der politischen Gemeinde sowie der örtlichen Ökumene. Zudem kamen sowohl eine Delegation der reformierten Nachbargemeinde Rheinfelden als auch reformierte Vertreter aus dem Wegenstettertal. Dies zeigt, welche überörtlichen und überkonfessionellen Kreise solch ein Pfarrwechsel zieht, welche Bedeutung den Kirchen in Möhlin auch heute zukommt. Mit den Grussworten des Möhliner Gemeindeammanns Markus Fäs: «Im Dorf der drei Kirchen spielt die Ökumene eine grosse Rolle. Man hat Respekt und Sympathie füreinander. Nadja Huser, sie dürfen das Vertrauen haben, dort gut aufgenommen zu werden.» Und auch Pfarrerin Christine Ruszkowski aus Rheinfelden wies auf die gute Zusammenarbeit der hiesigen reformierten Kirchgemeinden hin und versprach, weiterhin ein offenes Ohr für gemeinsame regionale Projekte zu haben. Und was sagt die Neu-Pfarrerin Nadja Huser? «Dies war ein wichtiger Tag für mich. Ich fühle mich beflügelt und freue mich auf meine neue Rolle als Möhliner Pfarrerin. Ich sehe wohl jung aus, da erwarten viele Menschen nicht so viel, aber spirituelle Entwicklung hat nichts mit dem Alter zu tun.» Als Pfarrerin muss Nadja Huser ihren Weg nun finden. Doch egal, wo er sie hinführen wird, es werden wohl immer ökumenische und regionale Schritte mit dabei sein.

Im Anschluss an die offizielle Einsetzungsfeier konnten die Gemeindeglieder ihre neue Pfarrerin beim jährlichen Kirchwiesenfest noch genauer kennenlernen.

Birke Luu, 4.09.2022

Wenn die Fahrt ins Blaue etwas nebelverhangen ist …..Senorenausflug 2022

Mit Glockenschlag 8 Uhr der Fridolinskapelle in Möhlin startete am 28. Juni 2022 eine bunt zusammengewürfelte Gruppe reisefreudiger Seniorinnen und Senioren zu einer «Fahrt ins Blaue». Das Ziel war bis zuletzt noch unbekannt, was der Freude über die kurze Auszeit vom Alltag jedoch keinen Abbruch tat.

Nach zwei Jahren coronabedingter Pause konnte die reformierte Kirchgemeinde Möhlin wieder einmal einen Seniorenausflug durchführen. Zusammen mit dem Team von Schwarb by Kaufmanns wurde eine schöne und abwechslungsreiche Tour zusammengestellt, bei der sowohl Kulturinteressierte als auch Schiffsrundfahrten-Fans auf ihre Kosten kamen.

Zunächst fuhr der Car zum Kloster Wettingen, wo es eine gemütliche Kaffeepause mit Besichtigungsmöglichkeit der Kirche gab. Die mitreisenden ukrainischen Gäste waren beeindruckt von der Pracht der Kirchenausstattung. Anschliessend ging das Rätselraten über das nächste Ziel weiter. Pfarrer Kai Hinz gab auf der Fahrt zum Mittagshalt mit einigen Texten rund um das Reisen immer wieder kleine Gedankenanstösse, damit nicht nur der Körper, sondern auch der Geist Nahrung bekäme. In Sattel verliess die Reisegruppe den Bus, um mit der Drehgondel auf den Mostelberg hinauf zu schweben. Da die Reisenden noch ein wenig Zeit bis zum Mittagessen hatten, überquerten etliche aus der Gruppe die schwankende Hängebrücke «Raiffeisen-Skywalk». Etwas unheimlich war es, aufgrund des tiefhängenden Nebels ins «Nichts» zu laufen! Dennoch schafften alle, die es gewagt hatten, den Hin- und Rückweg.

Nach dem feinen Mittagessen liessen sich einige Wagemutige zu einer rasanten Fahrt mit der Sommerrodelbahn überreden. Als sie nach wenigen Minuten zum Ausgangspunkt zurückkamen, lachten alle übers ganze Gesicht! Die Fahrt ins Tal zurück läutete den nächsten Abschnitt der Tagesreise ein. In gemütlichem Tempo ging es zum Ägerisee, wo für eineinhalb Stunden eine geruhsame Schiffsrundfahrt auf die Reisenden wartete. Ein feines Dessert und viele gute Gespräche krönten diesen Ausflugstag, und da der Chauffeur für die Heimfahrt nicht im Stau «hinten anstehen» wollte, wurde die Fahrt durchs Freiamt gewählt.

Um kurz vor 18 Uhr verabschiedeten sich Chauffeur Stefan Kaufmann und das Seniorenteam um Pfarrer Kai Hinz von den Mitreisenden, denen dieser wunderbare Ferientag im Alltag sicher noch lang in Erinnerung bleiben wird.

Astrid Pfoster, 29. Juni 2022

Bilder Kai Hinz und Astrid Pfoster

Open-Air-Gottesdienst auf dem Sonnenberg

Regionale Veranstaltung der reformierten Kirchgemeinden

Letzen Sonntag fand auf dem Sonnenberg der alle zwei Jahre stattfindende Open-Air-Gottesdienst aller umliegenden reformierten Kirchgemeinden statt. Dazu gehörte auch der Hin- und Rückweg per Pedes in Form eines Sternmarsches.  Noch bei bewölktem Himmel machten sich am Sonntagvormittag diverse Mitglieder der Reformierten Kirchgemeinden Region Rheinfelden, Möhlin, Wegenstettertal und Buus-Maisprach auf den Weg zum sonntäglichen Gottesdienst, der an diesem Tag gemeinsam auf dem zentral gelegenen Sonnenberg gefeiert werden sollte. Zu Fuss ging es von allen Seiten hinauf an den Veranstaltungsort, jedoch gab es auch einen Shuttledienst für jene, die nicht zu Fuss kommen konnten. Die wandernden Kirchgänger erlebten dabei einen anstrengenden Weg zu Gott, pardon zum Gottesdienst, was vielleicht auch so gedacht war?

Analog zum Ort der Feier drehte sich der Gottesdienst um das Thema «Sonne». Neben vielen Liedern erlebten die Anwesenden zudem Kurzpredigten, in denen die vier beteiligten Pfarrpersonen das Thema «Gott ist wie die Sonne» von verschiedenen Seiten beleuchteten. Wie aufs Stichwort spielte dabei auch die Sonne selbst mit und brach im Verlauf des Gottesdienstes immer stärker durch die Wolken hervor. Beim anschliessenden gemeinsamen Mittagessen, durch die «Naturfreunde Möhlin» organisiert, herrschte dann die besungene «güldne Sonne» in voller Pracht und liess nicht nur die Pfarrpersonen ob dieser perfekten Orchestrierung schmunzeln.

10-jähriges Jubiläum

Seit wann wird eigentlich auf dem Sonnenberg Gottesdienst gefeiert? Pfarrer Leszek Ruszkowski, Vizedekan aus Rheinfelden, erklärte: «Wir haben den Sonnenberg-Gottesdienst 2012 ins Leben gerufen, feiern heute also eigentlich unser 10-jähriges Jubiläum.» Es sei allerdings erst das fünfte Mal, dass dieses Open-Air-Event stattfinde, da es nur alle zwei Jahre organisiert werde und zudem 2020 coronabedingt ausgefallen war. Zum Ursprung dieser regionalen Feier erläuterte er: «Es gab hier in der Gegend schon viele ökumenische Anlässe, aber keinen, der die reformierten Kirchgemeinden der Region vereinte.» Auf einer Wanderung dann sei der Sonnenberg als Hausberg und «Mitte» der umliegenden Gemeinden ins Auge gestochen – so war die Idee dieses besonderen Outdoor-Gottesdienstes geboren. «Seit Beginn haben uns immer die Naturfreunde bewirtet und Dübi`s Bigband musikalisch begleitet – nur die Pfarrpersonen haben gewechselt.» Da letztere jedoch diese Zusammenarbeit geniessen und die Besucher sehr positiv auf die Veranstaltung reagieren, darf man damit rechnen, dass es mit den gemeinsamen Gottesdiensten auf dem Sonnenberg wohl auch in zwei Jahren weitergehen wird. A propos «Weitergehen», nach der leiblichen Stärkung rundete dann der – leichtere – Rückweg per Pedes die Veranstaltung ab. In güldener Sonne natürlich.

Fotos des Beitrages und der Gallerie: Birke Luu

Birke Luu, 27.6.22

 

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