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Oekumenischer Bettagsgottesdienst in der Steinlihalle Möhlin

Seit Jahrzehnten feiern die drei Kirchgemeinden von Möhlin am Eidg. Dank-, Buss und Bettag gemeinsam einen feierlichen Gottesdienst in der Steinlihalle und setzen damit ein Zeichen für gelebte und funktionierende Oekumene.

Nach einem Jahr coronabedingter Pause luden die drei Konfessionen von Möhlin am letzten Sonntag wieder zum traditionellen Bettagsgottesdienst in die festlich geschmückte Steinlihalle ein. Trotz des schlechten Wetters und der Zertifikatspflicht folgten rund 170 Personen dieser Einladung. Der Gottesdienst stand unter dem Motto «Geh nicht zur Kirche – sei Kirche!». Der Gedanke, dass jede einzelne Person ein wichtiger Teil des grossen Netzwerks Kirche ist, wurde symbolisiert durch die Fotos der Anwesenden – beim Eintreten aufgenommen-, die in grossen Netzen aufgehängt wurden.  Die Vernetzung über die Konfessionsgrenzen lebten auch die drei Pfarrpersonen vorbildlich vor, indem sie sich immer wieder in den Gebeten und Liturgieteilen abwechselten und sogar die Predigt gemeinsam hielten. Kai Hinz (Ref.), Christian Edringer (Chr.-Kath.) und Daniel Reidy (Röm.-kath.) hatten den Gottesdienst als Team gemeinsam vorbereitet und bekräftigten damit die jahrelange gute Zusammenarbeit. Sie haben die Absicht, das Team zu erweitern und weitere oekumenische Projekte in Angriff zu nehmen.

Auch die Musik kam nicht zu kurz und endlich darf man ja auch wieder gemeinsam singen. Die Musikgemeinschaft Möhlin begleitete die Lieder und bereicherte den Gottesdienst mit perfekt intonierten, festlichen Musikstücken.

Nach dem Gottesdienst trafen sich die Anwesenden zum Apéro draussen auf dem Schulhausplatz und konnten so die freundschaftlichen Kontakte noch auf eine andere Weise geniessen.

Edith Keller, 20.09.2021

 

Ökumenischer Bettagsgottesdienst 2019 in Möhlin

September 2019

Den Neid begraben

Ökumenischer Bettagsgottesdienst 2019 in Möhlin

von Stefanie Arnold

Am eidgenössischen Bettag vom 15. September fand in Möhlin eine Abdankungsfeier statt. Die drei Kirchen im Dorf luden mit einem „Neidzirkular“ dazu ein, Abschied zu nehmen von Neid, Missgunst und Egoismus. Von einem Trauermarsch begleitet zogen die Geistlichen und alle liturgisch Beteiligten mit einer Urne in die Steinlihalle ein. Mit Beispielen, Zitaten aus der Heiligen Schrift und der Böni-Sage brachte die reformierte Pfarrerin Claudia Speiser mit ihren Kollegen Daniel Reidy, Gemeindeleiter der römisch-katholischen, und Christian Edringer, Pfarrer der christkatholischen Kirchgemeinde, die Anwesenden zum Nachdenken: Warum ist Neid so gefährlich? Was belastet mich, wenn ich persönlich darüber nachdenke? Die «Trauergemeinde» wurde eingeladen, den Neid und alles, was zwischenmenschliche Beziehung belastet, in Rauch aufgehen zu lassen: Die Gedanken und Erfahrungen wurden auf Zettel geschrieben und in einer Feuerschale vor dem Altar verbrannt.

Die ökumenische Feier wurde musikalisch umrahmt von der Musikgesellschaft Möhlin, Priska und Fabienne Dubuis an Akkordeon und Hackbrett und Werner Müller, der den Gottesdienst mit einem Alpsegen abschloss. Im Anschluss an das Abendmahl stellten sich Kai Hinz, der neue Pfarrer der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde und Stefanie Arnold, Praktikantin der christkatholischen Kirchgemeinde, kurz vor. Die Bettagsgemeinde durfte auch Gäste aus dem Schaffhauser Klettgau begrüssen: Eine Gruppe auf Seniorenreise hatte sich spontan zu einem Besuch des Möhliner Gottesdienstes entschlossen. Das anschliessende Apéro und die Spaghettata der Jugendmusik Möhlin boten die Gelegenheit zum näheren Kennenlernen und gemütlichem Beisammensein.

19.09.2019

Ökumenischer Gottesdienst zum Bettag in Möhlin

September 2017

Es ist jedes Jahr ein Höhepunkt im kirchlichen und kulturellen Leben von Möhlin, wenn am Bettag in der Steinlihalle alle drei Kirchgemeinden den Bettagsgottesdienst gemeinsam vorbereiten und durchführen. –

Wie jedes Jahr, wurde auch dieses Jahr der Gottesdienst durch die Mitwirkung der Musikgesellschaft Möhlin unter der Leitung ihres Dirigenten Markus Tannenholz bereichert. Zusätzlich wirkten die Malaikas mit, eine Frauen-Gesangsgruppe, sowie das Gesangs-Duo Giulia Kim und Chiara Heuser, begleitet am E-Piano durch Bernadette Schmidlin. – Alle Musikbeiträge ernteten grossen Beifall.

Aber natürlich hatten auch die GottesdienstbesucherInnen Gelegenheit, selbst aktiv zu werden, beim Singen der drei sehr gut zum Gottesdienst-Thema passenden Liedern.

Geleitet wurde der Gottesdienst durch die Pfarrerin und die Pfarrer der drei Kirchgemeinden:  Christian Edringer, Daniel Reidy und Claudia Speiser. –

Je zwei VertreterInnen der drei Kirchgemeinden – teils bereits hier geboren, teils erst als Erwachsene nach Möhlin gezogen – erzählten, was ihnen unser Dorf bedeutet, inwiefern es für sie schon immer Heimat war, bzw. wie es für sie zur Heimat geworden ist, was sie daran besonders schätzen und was sie dazu beitragen können und wollen, dass Möhlin auch für andere zur Heimat wird.

In seiner Predigt zeigte Gemeindeleiter Daniel Reidy, wie Heimat den Menschen Geborgenheit bietet. Der Begriff „Heimat“ wird auch missbraucht, um vor allem Nicht-Einheimischen auszugrenzen und abzuschotten, so auch das bekannte, Niklaus von Flüe zugeordnete Wort. „Machet den Zaun nicht zu weit!“.

Auch das Abendmahl/die Kommunion wurde in ökumenischer Verbundenheit gefeiert, so wie das seit vielen Jahren gehalten wird.

Die Kollekte kam der Weltgruppe Möhlin (www.weltgruppe.ch) zugute für ihre Arbeit hier in Möhlin, vor allem für Asylsuchende.

Im Anschluss an diesen sehr bereichernden Gottesdienst gab es einen Apéro unter dem Vordach neben der Steinli-Halle, welcher Gelegenheit zu guten Gesprächen gab. – Auch das Mittagessen konnte gemeinsam eingenommen werden bei einer Spaghettata, offeriert durch die Jugendmusikgesellschaft, welcher auch deren Erlös zukam.

Ein grosser Dank all denen, die zum Gelingen dieses wunderschönen Gottesdienstes beigetragen haben!

 

Bild von Max Forrer

 

 

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