Reformierte Kirche Möhlin -
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Ein buntes Programm voller Emotionen

Osterwochenende der reformierten Kirche, Möhlin
Das Osterwochenende der Reformierten Kirche Möhlin versprach ein abwechslungsreiches Programm, das sowohl Freude als auch Besinnlichkeit vereinte. Der Karfreitag begann mit einem Gottesdienst von Pfarrerin Nadja Huser, der vom Umgang mit den Ängsten und dem Leid auf der Welt geprägt war. Dieser Morgen lud die BesucherInnen ein, innezuhalten und über ihre Ängste und Sorgen nachzudenken. Gleichzeitig lernten sie bei einem Filmausschnitt von Harry Potter, dass man Ängsten am besten mit Humor begegnet; nämlich dem Riddikuluszauber. Dieser Gottesdienst wurde mit Gesang von Andrea Giger umrahmt.
Der Samstag bot einen besonderen Höhepunkt am Abend: einen Stationenweg, organisiert von Andrea Giger und Angie Meiller, welcher die Teilnehmer durch verschiedene Stationen der Osterbotschaft führte. Es begann mit einer kleinen Meditation, danach wurde die Leidens- und Ostergeschichte an 6 Stationen erzählt. Als Zeichen der Auferstehung wurden Sonnenblumensamen gepflanzt. Das Osterfeuer sandte Fürbitten mit der Glut in den Himmel. Anschliessend versammelten sich die Teilnehmer um das Osterfeuer, an dem sie die Wärme und das Licht des Feuers geniessen konnten – ein Symbol für neues Leben und Hoffnung. Natürlich durfte dabei eine Wurst vom Feuer und Schlangenbrot nicht fehlen.
Der Ostersonntag wurde mit einem festlichen Gottesdienst, umrahmt vom reformierten Kirchenchor mit dem Chorleiter Nicola Cumer, Chiara Cumer am Cello, Marianna Matus an der Geige und Pau Benlloch Fernandez am Klavier, musikalisch gefeiert. Die neue Osterkerze, welche die Pfarrerin Nadja Huser entzündete, steht für das Licht, das in die Dunkelheit kommt und an die Auferstehung erinnert. Es war ein Moment der Freude und des Neubeginns. Der gemeinsame Brunch nach dem Gottesdienst lud ein zum Austausch und für die Kinder hatte der Osterhase noch einige Schoggihasen und Eier auf der Kirchenwiese versteckt. Ein grosser Dank geht an alle helfenden Hände ohne die, dieses schöne Wochenende nicht hätte stattfinden können.
Es war ein Wochenende voller Hoffnung, Licht und Gemeinschaft.

Text und Bilder: Claudia Sedelmeier und Dani Martin, April 2025

Kästner und Busch einmal anders

Der norddeutsche Musiker und Rezitator Ihno Tjark Folkerts begeisterte an zwei Konzerten in Zuzgen und Möhlin mit Rezitationen von Wilhelm Busch und Erich Kästner und spielte dazu passende Stücke auf der Sologeige und der Bratsche.

Ihno Tjark Folkerts ist ein vielseitiger Künstler, der als Geiger, Schauspieler und Rezitator auftritt. In seinen Programmen verbindet er klassische Musik mit literarischen Werken und schafft so eine besondere Symbiose aus Musik und Literatur. Dem reformierten Pfarrer Kai Hinz ist es gelungen, den Künstler aus Norddeutschland ins Fricktal zu lotsen.

«Die Dreizehn Monate»

Mit diesem Programm trat Folkerts am Montag im reformierten Kirchgemeindezentrum Zuzgen auf sowohl als Violinist als auch als Rezitator auf. Er präsentierte Werke für Violine solo von Johann Sebastian Bach und Georg Philipp Telemann sowie eigene Arrangements von Kompositionen von Jules Massenet, Antonín Dvořák, Wolfgang Amadeus Mozart und Pjotr Tschaikowski. Diese musikalischen Stücke kombinierte er mit dem Gedichtzyklus «Die Dreizehn Monate» von Erich Kästner aus dem Jahr 1954. Die teils heiteren, teils melancholischen Gedichte wurden durch die klassischen Geigensoli intensiviert und verschmolzen zu einem beeindruckenden Gesamterlebnis. Dass das begeisterte Publikum Zugaben wünschte, war kein Wunder, und es wurde einmal mehr davon überrascht.

«Wilhelm Busch trifft Klassik»

Dieses Programm bot Folkerts am Dienstag im Rahmen der Veranstaltung von 60+ im reformierten Kirchgemeindesaal in Möhlin an. Hier präsentierte Folkerts die verschiedenen Facetten von Wilhelm Busch: Er las unter anderem aus Briefen Buschs an Maria Anderson, seiner platonischen Geliebten vor, und trug humorvolle Geschichten wie «Die Versuchungen des Heiligen Antonius von Padua» vor. Musikalisch untermalte er das Programm mit Werken von Johann Sebastian Bach, Georg Philipp Telemann, Ferdinand David, Bartolomeo Campagnoli, Antonín Dvořák, Niccolò Paganini und Camille Saint-Saëns. Sie wurden teilweise von Folkerts für Solovioline bearbeitet. Diese Kombination aus Schauspiel, Lesung und virtuoser Musik bot dem Publikum einen doppelten Genuss.

Unterbrochen wurden die beiden Konzerte mit einem feinen Apéro mit Weisswein, Apfelsecco und Gebäck in Zuzgen, zubereitet von der Kirchenpflege und in Möhlin mit Pausengetränken und nach dem Konzert mit Kaffee mit Kuchen.

Text und Titelbild Fritz Imhof, 12.3.2025

Kleiner Chor mit grossen Plänen

Anfang Februar fand die jährliche Mitgliederversammlung des reformierten Kirchenchors Möhlin statt. Nebst den aktiven Sängerinnen und Sängern waren auch diverse Gäste eingeladen. Präsidentin Andrea Giger führte souverän durch die 99. Versammlung und stellte erste Pläne für das Jubiläumsjahr vor.

Die Traktanden wurden routiniert abgehandelt, das Protokoll und die Jahresrechnung wurden genehmigt und der Jahresbericht von schönen Bildern begleitet. Der Vorstand wurde einstimmig für weitere zwei Jahre gewählt, was mit Applaus bestätigt wurde. Trotz der kleinen Anzahl von momentan nur zehn aktiven Mitgliedern kann der Chor auf ein abwechslungsreiches Jahr 2024 zurückblicken. Neben Gottesdiensteinsätzen an Ostern oder am Reformationssonntag gestaltete der Chor weitere, sehr stimmungsvolle Einsätze: sowohl am 28. April, dem sogenannten Kantatesonntag, als auch an Weihnachten begleiteten kleine Instrumentalensembles die Singenden.

Ökumene wird gross geschrieben

Auch die ökumenische Zusammenarbeit kam nicht zu kurz. Am alljährlichen Bettagsgottesdienst in der Steinlihalle traten alle drei Möhliner Kirchenchöre gemeinsam auf, was vom Publikum sehr geschätzt wurde. Am 7. Dezember fand in der reformierten Kirche das „Offene Adventssingen“ statt, für das mit dem christkatholischen Kirchenchor verschiedene Advents- und Weihnachtslieder eingeübt wurden. Besonders hervorzuheben ist der Einbezug von Kindern und Jugendlichen in das Chorprogramm: Schülerinnen und Schüler der 6. Religionsklasse bereicherten am Reformationssonntag Anfang November das Programm mit ihren Stimmen, während im Advent die Kinder der ersten Religionsklassen mit ihren Liedern das Adventssingen ergänzten.

Die Zahl der aktiven Mitglieder ist zwar klein, aber konstant. Peter Wiedmer ist für 35 Jahre aktive Zugehörigkeit mit einem schönen Blumenstrauss geehrt worden.

Dank der gekonnten Arrangements von Chorleiter Nicola Cumer und der Unterstützung diverser Instrumentalist*Innen kann der Chor seine Einsätze wahrnehmen und einen Beitrag zur Gemeinschaft leisten. Selbstverständlich wünscht sich der Chor (junge) Verstärkung, ganz nach dem Motto: „4 Mittel gegen Eintönigkeit: Sopran-Alt-Tenor-Bass“ – es darf gern auch für einzelne Projekte sein.

Es darf gefeiert werden…

Der Ausblick auf das Chorjahr 2026 verspricht Grosses: Im Herbst 1926 wurde der reformierte Kirchenchor gegründet, somit wird das 100jährige Jubiläum gefeiert. Man darf gespannt sein, was der Chor sich diesbezüglich einfallen lässt – die Ideen werden bereits gesammelt!

Nach dem offiziellen Teil der Versammlung liessen die Aktiven und ihre Gäste den Abend gemütlich bei einem Apéro Riche ausklingen.

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