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Eine (Zeit)-Reise der Reformierten in die Westschweiz

Einmal jährlich lädt die reformierte Kirchgemeinde ihre Generation 60+ zu einer «Fahrt ins Blaue» ein – die Teilnehmenden wissen dann nicht, wo es hingeht. Am 28. Mai ging es fröhlich gelaunt und bei schönstem Reisewetter in die Westschweiz. Das Tagesprogramm wurde von Pfarrer Kai Hinz minutiös vorbereitet und wie immer stand ihm Stefan Kaufmann (Kaufmann’s Schwarb Reisen) als Chauffeur zur Seite und dieser informierte mit seiner humorvollen Art über die Landschaft und Sehenswürdigkeiten der Umgebung.

Originalton Kaufmann: eine gute und eine schlechte Nachricht – die gute Nachricht sei, dass für den Ausflug der einzige Tag der Woche mit schönem Wetter ausgesucht wurde, die schlechte Nachricht sei, dass er leider der Kirchgemeinde den Pfarrer abwerben müsse, weil er ein so gut vorbereiteter Reiseleiter sei, dass er sogar das richtige Reisewetter organisiere. Durch das Waldenburgertal führte die Reise über den Hauenstein, vorbei an der Ruine Neu-Falkenstein bis nach Balsthal, wo im Hotel Kreuz bei Kaffee, Tee und Gipfeli eine kurze Pause eingelegt wurde. Mehrheitlich auf Landstrassen ging es dann Richtung Westschweiz, schnell war die Sprachgrenze erreicht. So mancher Strassenkreisel wurde zum Ratespiel, wo denn wohl die Reise hinführe – der Kreisel wurde durchaus auch mal ganz umrundet, um es spannender zu machen. Kurz vor dem Mittag erreichte die Reisegesellschaft die Ortschaft Saignelégier, welche bekannt ist für Landwirtschaft, Uhren, Käse und den «Marché-Concours national de chevaux», einem nationalen Pferdemarkt im August.

Kulinarischer Halt in der Bierbrauerei

Weniger bekannt, jedoch genauso beachtenswert ist die ansässige Bierbrauerei BFM (Brasserie des Franches Montagnes), welche zunehmend an Bekanntheit gewinnt. Der Bierbrauer, ein ehemaliger Nachbar von Pfarrer Kai Hinz aus seiner Diessenhofer Zeit, erklärte den Bierbrauprozess und informierte über die vielen verschiedenen Biersorten, die hier gebraut werden. Es blieb nicht bei der Theorie. In der dazugehörigen Brasserie wurden einige der Biersorten degustiert – dazu gab es ein feines Mittagessen, welches hervorragend zu den grosszügig ausgeschenkten Bieren passte.

Eine Zeitreise in die Vergangenheit

Gut gestärkt und bepackt mit den im Shop erstandenen Bierspezialitäten ging es mit dem Car weiter zum Bahnhof von Saignelégier, wo bereits der nächste Höhepunkt auf die Gruppe wartete. 1892 wurde die Eisenbahnlinie der Saignelégier–La Chaux-de-Fonds-Bahn, einer Vorgängerin der Chemins de fer du Jura, eröffnet. Die Einweihung der Fortsetzung der Strecke durch den Régional Saignelégier–Glovelier erfolgte am 21. Mai 1904. Bahnliebhaber haben heute immer noch die Möglichkeit, eine Zeitreise in die Vergangenheit zu machen: auf den Gleisen stand der Nostalgiezug „Belle Epoque“ aus dem Jahr 1913 parat. Mit seinen zwei Triebwagen führte die „ruckelige“ Fahrt durch die schöne Landschaft der Jurahochfläche der nördlichen Freiberge nach Bollement. Dabei durfte ein feiner Apéro mit dem aus der Region bekannten «Tête de Moine» und einem regionalen Weisswein nicht fehlen.

Ehefrau, Sekretärin und Mitreisende entführt

Ein kleiner Zwischenhalt war nötig, um den Zug für die Rückfahrt in Fahrtrichtung umzurangieren, dann ging es nach Saignelégier zurück. Doch damit waren die Höhepunkte der Tagesreise noch nicht zu Ende: wie aus dem Nichts tauchte eine dreiköpfige Revolverbande auf Freibergerpferden auf und «überfiel» den Zug. Sie nahmen kurzerhand drei Reisende in Geiselhaft. Auf den Pferden trabten sie davon. Doch zum Glück war der Pfarrer vorbereitet, er führte den «Kirchenschatz» mit und konnte mit Chips, Wein und Gummibärchen sowie umkehrrelevanter Literatur die drei Frauen wieder auslösen, sodass sie wohlbehalten zum Zug zurückkehrten. Auch die restlichen Passagiere legten kräftig für das Lösegeld zusammen. Eine wunderbar inszenierte Szene, die alle hellauf begeisterte – nicht zuletzt die drei Entführten, die den kurzen Reitausflug sehr genossen. Wohlbehalten kehrten alle zum Ausgangsbahnhof zurück. Von dort aus ging es dann mit dem Car zurück nach Möhlin, wo sicher alle Mitreisenden noch lange von feinem Bier und einer Zugentführung erzählen können.

Danke, Pfarrer Kai Hinz, für einen wunderbaren 60+Tagesausflug!

zum Bild: Die Reisegruppe vor dem historischen Zug in Saingelégier

Bild und Text: Andrea Giger, 29.5.2024

Seniorenausflug an den Walensee

Mai 2019

(Markus Brunner) Am 14. Mai trafen sich 43 reiselustige Seniorinnen und Senioren bei bestem Wetter mit viel Sonnenschein für eine gemeinsame Fahrt ins Blaue mit dem Unternehmen Schwarb-Reisen. Der diesjährige Seniorenausflug der reformierten Kirchgemeinde Möhlin führte die Reisegruppe als zur Halbinsel Au bei Wädenswil, mit wunderschönem Ausblick auf den Zürichsee und den Seedamm. Auf der Terrasse des Landgasthofes „Halbinsel Au“ gab es einen ersten Kaffee/Gipfeli-Halt.

Wie jedes Jahr war auch dieses Mal das Ziel der Reise unbekannt und wurde erst kurz vor der Ankunft bekannt gegeben. Bei bester Stimmung im Car wurde verraten, dass das ZIel Walenstadt am Walensee sei. Es folgte eine gemütliche Schifffahrt mit prächtiger Sicht auf den See. In Quinten, einem idyllischen Ort am Fusse des Churfirsten, welcher nur zu Fuss oder per Schiff erreicht werden kann, wurde im Restaurant „Seehus“ zu Mittag gegessen. Das Gruppenmenü mit Flädlisuppe, Schweinebraten an brauner Sauce mit Kartoffelstock und Gemüse schmeckte allen vorzüglich, und es wurde viel geschwatzt und gelacht. Dass eine Seniorin gerade am Ausflugstag noch Geburtstag feierte, gab diesem Tag eine zusätzlich persönliche Note des gemeinsamen Zusammenseins. Nach dem feinen Essen begaben sich  viele der Reisenden  noch  auf einen kleinen Entdeckungsspaziergang in Quinten. Um 14.50 Uhr ging es mit der erholsamen Schifffahrt in 45 Minuten via Murg nach Weesen. Hier wartete bereits der Bus und fuhr die Reisegruppe wieder via Zürich und Baden zurück nach Möhlin, wo sie bestens gelaunt um 17.30 Uhr ankamen. Der Name des Car- Chauffeurs Herr Engelmann stand sinnbildlich für diesen wunderschönen Tag: „Wenn Engel reisen, lacht der Himmel“.

20.05.2019

Besinnliches und Naturschönheiten

Mai 2018

Punkt 8.30 Uhr konnte Chauffeur Rainer Kaufmann vom «Reiseunternehmen Schwarb by Kaufmann» die diesjährige «Fahrt ins Blaue» der reformierten Kirchgemeinde beginnen. Das Wetter war wechselhaft – von Regenschauer bis Sonnenschein war alles dabei -, aber das tat der Laune der 43 erwartungsfrohen Reiselustigen keinen Abbruch. Via Bad Säckingen und Todtmoos fuhr man zum ersten Ziel dieser Ausfahrt: St. Blasien. Nachdem die Reisegruppe sich bei Kaffee und Gipfeli gestärkt hatte, wurde sie vor dem imposanten Dom von einem kundigen Führer erwartet und in den Chorraum unterhalb der Orgelempore geleitet. Nun folgte das erste Highlight des Tages, nämlich ein halbstündiges Orgelkonzert mit bekannten und weniger bekannten Stücken aus der Orgelliteratur. [Weiterlesen…]

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