Kirchgemeinden wollen Zusammenarbeit ausbauen
Die ref. Kirchgemeinden in Möhlin und Wegenstettertal beschäftigen sich intensiv mit ihrer zukünftigen Ausrichtung. An einem gemeinsamen Treffen der Resonanzgruppe am 23. Mai wurde deutlich, dass die Mehrheit der Teilnehmenden eine engere Zusammenarbeit als nächsten Schritt befürwortet. Gleichzeitig soll die Möglichkeit einer späteren Fusion weiter geprüft werden.
Im Rahmen einer Präsentation erläuterten Thomas Meier und Roger Leuenberger die aktuelle Situation der Kirchgemeinden und stellten verschiedene Zukunftsmodelle vor. Diskutiert wurden die Beibehaltung der heutigen Strukturen, eine vertiefte Zusammenarbeit sowie eine Fusion. Hintergrund der Überlegungen sind insbesondere die seit Jahren sinkenden Mitgliederzahlen und die damit verbundenen finanziellen Herausforderungen. Mehrfach wurde darauf hingewiesen, dass die Kirchgemeinden rechtzeitig handeln müssen, um ihre Angebote und Dienstleistungen langfristig sichern zu können. Auch die Kosten für die bestehenden Gebäude sowie deren teilweise geringe Auslastung wurden als wichtige Faktoren genannt.
In den anschliessenden Gruppenarbeiten diskutierten die Teilnehmenden die Vor- und Nachteile der verschiedenen Modelle. Dabei zeigte sich eine klare Tendenz zugunsten einer stärkeren Zusammenarbeit. Diese wird als pragmatischer Weg betrachtet, um Erfahrungen zu sammeln, Synergien zu nutzen und gleichzeitig die lokale Identität der einzelnen Gemeinden zu bewahren. Als mögliche Bereiche einer engeren Kooperation wurden die Jugend-, Familien- und Seniorenarbeit, gemeinsame Gottesdienstangebote sowie eine stärkere Zusammenarbeit in der Verwaltung genannt. Auch Fahrdienste, gemeinsame Anlässe und eine flexiblere Nutzung bestehender Räume wurden als Chancen hervorgehoben.
Eine Arbeitsgruppe sprach sich ausdrücklich für eine spätere Fusion aus und bezeichnete diese als langfristig sinnvollste Lösung. Andere Gruppen äusserten sich zurückhaltender, betonten jedoch, dass eine vertiefte Zusammenarbeit eine wichtige Grundlage für künftige strukturelle Schritte schaffen könne. Einigkeit bestand darin, dass eine allfällige Fusion sorgfältig vorbereitet werden müsse und kurzfristig nicht im Vordergrund stehe. Neben den bestehenden Gemeinden sollen auch Gespräche mit weiteren Partnern geführt werden. Insbesondere die Kirchgemeinde Mittleres Fricktal gilt als möglicher Gesprächspartner. Zudem sollen Erfahrungen aus anderen Kooperations- und Fusionsprojekten ausgewertet werden. Vereinzelt wurden auch mögliche Perspektiven mit Rheinfelden angesprochen.
Die Steuerungsgruppe wurde beauftragt, die verschiedenen Optionen vertieft zu prüfen und entsprechende Kontakte aufzunehmen. Ziel ist es, bis zum nächsten Treffen konkrete Grundlagen für die weitere Diskussion zu erarbeiten. Das nächste gemeinsame Treffen der Resonanzgruppen findet am 5. September 2026 statt.
